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12.02.12 14:06
Eingentlich hätte es ein friedlicher Sonntagmittag werden können, doch was sich in der 38. Minute ereignete wir uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Während wir in der ersten Halbzeit nicht recht in Fahrt kamen - außer David Hofmann, mit vier Treffern - und nur mir 17:14 führten, fing die zweite Hälfte verheißungsvoll an. Schnell erhöhten wir auf 22:14, was einem Grevenbroicher Spieler, der in den letzten Jahren immer wieder für rüde Aktionen bekannt war, offensichtlich nicht schmeckte. Dies bekam unser Kreisläufer mit einem gezielten Faustschlag in die Magengegend zu spüren, woraufhin er sich bei diesem Spieler erkundigte, was das denn solle. Sicherlich war die Wortwahl eine andere, keinesfalls jedoch so, wie später gegenüber der Polizei behauptet.
Dies ließ der Grevenbroicher wiederum nicht auf sich sitzen und beleidigte unseren Spieler. Da der Schiedsrichter direkt daneben stand gab es nur die Konsequenz sofort Rot zu zeigen. Im Anschluss daran brachen alle Dämme.
Der Grevenbroicher ging sofort unseren Kreis an und beschimpfte ihn in seiner Muttersprache. Selbst die halbe Grevenbroicher Mannschaft schaffte es nicht, den Spieler zu beruhigen und aus der Halle zu bringen. Nachdem er unserem Spieler drohte, er würde sterben, wenn er die Halle verläßt, verschwand er für wenige Minuten im Kabinentrakt, so dass die Schiedsrichter die Partie nach der Unterbrechung eigentlich wieder anpfeifen wollten. Doch dann öffnet sich plötzlich hinter unsere Bank die Tür und der Grevenbroicher versuchte erneut auf unseren Spieler los zu gehen, der daraufhin fluchtartig die Halle verließ.
Da Grevenbroich mangels Ordnern nicht in der Lage war die Sicherheit unsere Mannschaft zu gewährleisten, wurde die Partie durch die besonnen Schiedsrichter in der 38. Minute beim Stand von 22:14 abgebrochen. Zwischenzeitlich hatten besorgte Grevenbroicher Fans die Polizei gerufen, die gemeinsam mit den weiblichen Fans des TuS ihren Spieler und den Trainer später beruhigen konnten. Hierfür und für die Möglichkeit, die Halle dann doch ungeduscht, aber sicher verlassen zu können möchten wir uns nochmals bedanken.
Für Grevenbroich könnte dies neben dem negativen Bild, welches sie dem anwesenden Publikum gegeben haben, auch eine sportliche Konsequenz haben. Sollte der Abbruch als drittes Spiel gewertet werden, bei dem sie nicht angetreten sind, dann stünden sie als erster Absteiger fest. Sicherlich ein Bärendienst ihres Spielers, der sich mit unserem Kreis im Beisein der Polizei im Übrigen am Ende doch noch die Hand reichen konnte.
Bleibt zu hoffen, dass der TuS endlich die richtigen Schlüsse aus diesem Vorfall zieht, damit auch zukünftig sicherer Handball dort möglich ist. Ausdrücklich muss nochmal gesagt sein, dass die übrigen Spieler und auch die eigenen Fans besonnen reagiert haben, um uns eine gewisse Sicherheit zu gewähren. Solche Szenen haben jedoch im Handball nichts zu suchen, vorallem, wenn auf der Tribüne viele Jugendliche zuschauen, die sich die Herrenmannschaften eigentlich zum Vorbild nehmen können sollten.
Für die 1. Herren: Guido Kamp